Montag, 14. September 2015

Grawiede

Eisenbahnbrücke über die Grawiede nördlich des Diepholzer Fladder





Alte Steinbogenbrücke (Baujahr 1909) über die Grawiede mit historischem Speicher in Heede





Staustufe der Grawiede kurz vor ihrer Mündung in die Hunte



Das komplizierte System der Fließgewässer in Diepholz wäre eigentlich ein Thema für sich. Deshalb sei hier nur die Grawiede als Beispiel herausgegriffen. Die vielen Kanäle, Gräben und Flüsse geben Diepholz einen besonderen amphibischen Charakter. Die Grawiede fließt in Lembruch aus dem Dümmer und durchfließt das Diepholzer Bruch, wo sie zahlreiche Entwässerungskanäle aufnimmt. Nördlich des St.Hülfer Bruch mündet die Graft, die mit dem Omptedakanal verbunden ist, in die Grawiede. Diese nimmt im weiteren Verlauf bei St.Hülfe die Strothe auf und mündet schließlich nördlich Heede in die Hunte.

Die vielen Fließgewässer in und um Diepholz dienen in erster Linie der Entwässerung des Bruchs, früher, vor der Eindeichung des Dümmer, auch der Verminderung der Dümmer-Hochwasser und als Transportwege der Landwirtschaft. Zumeist handelt es sich um uralte Kanäle. Nur wenige der Gewässer sind Naturflüsse, so in Diepholz nur die Hunte und die Strothe. Die Lohne ist ein Kanal, der bereits im 16. Jahrhundert angelegt worden ist. Auch die Grawiede ist ein alter Kanal, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. Früher wurde die Grawiede auch "Herren-Graft" genannt. "Graft" ist das niederdeutsche Wort für "Kanal". 




Nahaufnahme des Staus der Grawiede





Die Grawiede unmittelbar vor ihrer Mündung in die Hunte