Samstag, 13. Juni 2015

Strothestraße

Alte Bebauung und die alten Birken aus den 1950er Jahren an der Strothestraße. Hier hat sich kaum etwas verändert.





Der parallel zur Strothestraße verlaufende Uferweg der Strothe (ganz links im Bild)




Die Strothestraße verband ursprünglich die Straße "Auf dem Esch" mit der Hindenburgstraße nahe dem Bahnübergang. Heute ist sie wegen der Eisenbahnüberführung der Hindenburgstraße eine Sackgasse. Die Strothestraße war vor der Eingemeindung von St.Hülfe die äußerste Straße der Stadt Diepholz an der nordöstlichen Gemeindegrenze. Die Grenze verlief entlang der Strothe und der Landriede. Auf der topografischen Karte von 1899 ist die Strothestraße noch nicht vorhanden. Sie wurde demnach in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts angelegt. Die älteste, noch heute vorhandene Bebauung mit Wohnhäusern besteht überwiegend aus Gebäuden im "Heimatschutzstil" der 1950er Jahre. Es sind aber auch ein paar wenige etwas ältere Häuser vermutlich aus den 1920er und/oder 1930er Jahren dabei. Ansonsten prägen das Bild der Straße einige Gewerbebetriebe, der städtische Bauhof und das Klärwerk. Letzteres ist aber mit Bäumen so gut "getarnt", daß man es von der Straße aus nicht sehen kann. 

Parallel zur Strothestraße verläuft ein Uferweg (Fußweg) entlang der Strothe. Er ist wegen der hohen Knicks (Strauchreihen) schattig und besonders gut zum Joggen oder Spazierengehen geeignet. Da der Weg auf dem Stadtplan von 1969 noch nicht vorhanden ist, kann man vermuten, daß er in den 80er oder 90er Jahren angelegt worden ist. Auf dem Stadtplan von 1999 ist er verzeichnet. 

Die Strothe ist kein Kanal, sondern ein Naturfluß, der ursprünglich bei Hartlage zwischen Graftlage und Heeder Bruch entsprang und nördlich Falkenhardt in die Hunte mündete. Heute ist die Strothe nur noch ein Verbindungsfluß zwischen der Lohne beim "Deutschen Eck" und der Grawiede bei St.Hülfe. 



 





Die Strothe bei niedrigem Wasserstand in Nord-Süd-Richtung gesehen, etwa auf Höhe des Klärwerkes.





Am Uferweg der Strothe hat man einen schönen Blick auf die Eisenbahnlinie. Hier wurde sogar eine Sitzbank aufgestellt - ein idealer Platz zum "Züge gucken".